Familie
Eine Familie, und jeder schreibt für sich
In nexdiary hat jede Person ihr eigenes Tagebuch, das nur sie lesen kann. Was ihr miteinander teilt, entscheidet ihr Tag für Tag selbst: einen einzelnen Tag an Oma, ein Herz zurück, eine Frage am Tag, die alle beantworten. Alles andere bleibt bei jedem selbst.
Jeder hat sein eigenes Tagebuch
Jule, Paul, Mia und Oma Ruth haben jede und jeder ein eigenes Konto auf demselben Server. Jedes Tagebuch gehört nur seinem Menschen: Notizen, Seiten, Werte, Fotos und Entwürfe sieht niemand sonst, solange man sie nicht selbst zeigt.
Eigener Schlüssel
Was jemand schreibt, liegt verschlüsselt in der Datenbank, mit einem Schlüssel nur für diese Person. Wie weit das trägt, steht unter Sicherheit.
Eigene Einstellungen
Sprache, Farbe, Aufbau von „Heute“, Werte, Erinnerungen und Schreibziel stellt jede Person für sich ein. Was Paul wählt, ändert bei Mia nichts.
Ein Tagebuch je Person
Ein gemeinsames Tagebuch, an dem mehrere schreiben, gibt es nicht. Geteilt wird immer nur ein einzelner Tag, und zwar von dem, der ihn geschrieben hat.
Für alle auf dem Server sichtbar sind Anzeigename und Profilbild, damit ihr euch beim Teilen und bei der Familienfrage erkennt.
Einen einzelnen Tag teilen
Manchmal will man einen Tag nicht für sich behalten. Den ersten Schultag, den Ausflug, den Abend, an dem alles schiefging und trotzdem schön war. Dann teilst du genau diesen Tag mit genau den Menschen, die ihn lesen sollen.
Was die anderen sehen
Beim Lesen eines Tages tippst du auf „Teilen“ und wählst eine oder mehrere Personen aus der Familie, bis zu 50 auf einmal. Sie sehen den Text und die Fotos des Tages. Deine Werte und deine Notizen gehen nur mit, wenn du den Schalter bei „Deine Werte (Stimmung, Gesundheit …)“ oder bei „Deine Notizen von dem Tag“ einschaltest; ab Werk bleiben beide bei dir.
- Nichts wird kopiert. Wer liest, sieht den Tag so, wie er gerade ist. Änderst du später etwas, sehen sie die neue Fassung.
- Nur lesen. Weiterteilen geht nicht, kommentieren auch nicht. Die einzige Antwort ist ein Herz.
- Jederzeit zurück. „Teilen beenden“ nimmt den Tag sofort wieder weg. Löschst du die Seite, ist er ebenfalls nicht mehr geteilt.
- Auch verschlossene Tage. Einen Tag, den du für immer verschlossen hast, kannst du trotzdem teilen.
Gut zu wissenIst das Titelbild eines Tages ein Foto aus deinen Notizen, wird es mitgezeigt, auch wenn die Notizen selbst bei dir bleiben. Das Fenster sagt es dir vorher.
Geteilt, gelesen, ein Herz zurück
Die Seite „Geteilt“
Auf der Seite „Geteilt“ steht unter „Mit mir geteilt“, was andere dir zeigen, und unter „Von mir geteilt“, was du selbst geteilt hast, dort mit „Teilen beenden“. Eine Zahl am Menüpunkt sagt, wie viele Tage neu mit dir geteilt wurden.
Ein Herz, mehr nicht
Wer einen geteilten Tag gelesen hat, kann ein Herz schicken. Es ist ein stilles Zeichen, dass er gelesen wurde, und lässt sich auch wieder zurücknehmen. Wer den Tag geteilt hat, sieht, von wem ein Herz kam.
Kommentare, Nachrichten oder einen Zähler für Beliebtheit gibt es nicht. Auch eine Nachricht aufs Handy kommt weder beim Teilen noch beim Herz, nur die Zahl in der Leiste.
Eine Frage am Tag für alle, die mitmachen
Die Familienfrage stellt jeden Tag allen dieselbe Frage, leicht genug für jedes Alter. „Was hat heute besser geschmeckt als erwartet?“ beantworten Mia und Ruth genauso gern wie Paul. Abends liest man die Antworten der anderen und weiß ein bisschen mehr über ihren Tag.
Wie sie funktioniert
- Freiwillig: Ab Werk ist niemand dabei. Jede Person schaltet sie selbst ein, unter „Mein Konto“, „Schreiben“, „Bei der Familienfrage mitmachen“. Wer nicht mitmacht, sieht keine Frage, keine Antworten und keine Namen dazu.
- Erst antworten, dann lesen: Die Antworten der anderen siehst du, sobald du selbst geantwortet hast. Vorher steht nur da, wer schon geantwortet hat.
- Endgültig: Eine Antwort lässt sich danach nicht mehr ändern. Sie steht zugleich als Notiz in deinem Tagebuch, und diese Notiz darfst du ändern oder löschen.
- Später nachlesen: Beim Lesen eines alten Tages steht dessen Familienfrage mit den Antworten, aber nur, wenn du damals selbst geantwortet hast.
- Aussteigen: Wer nicht mehr mitmacht, nimmt seine Antworten mit, niemand sieht sie mehr. Was davon in den eigenen Notizen steht, bleibt.
nexdiary bringt 64 Fragen auf Deutsch und Englisch mit und nimmt jeden Tag die nächste, in einer festen gemischten Reihenfolge. So bekommen alle am selben Tag dieselbe Frage, gleich in welcher Sprache sie nexdiary benutzen.
Gut zu wissenFür die Familienfrage gibt es nur einen Kalender für alle, und der richtet sich nach der Zeitzone des Servers, also nach der Einstellung TZ im Container, nicht nach der Zeitzone der einzelnen Personen. Steht sie auf UTC, wechselt die Frage in Deutschland im Sommer erst um 2 Uhr nachts. Das Beispiel zum Selbsthosten setzt TZ auf Europe/Berlin. Wer an einem Tag aussteigt und wieder einsteigt, ist aus demselben Grund erst ab dem nächsten Tag des Servers wieder dabei.
Konten für Kinder und Großeltern
In nexdiary gibt es keine Kinderkonten, keine Unterprofile und keine Elternkontrolle. Mia mit acht und Ruth mit Ende siebzig bekommen ein ganz normales Konto, mit eigenem Namen, eigenem Passwort und einem Tagebuch, das nur sie lesen.
Einladen
Wer den Server betreibt, erzeugt unter „Einstellungen“, „Konten“ mit „Jemanden einladen“ einen Link. Er gilt einmal und einen, sieben oder 30 Tage. Mit einem Mailserver geht er per Mail hinaus, sonst kopiert man ihn und schickt ihn selbst, etwa per Messenger. Wer dem Link folgt, legt sich sein Konto selbst an.
Anmelden ohne Mühe
Beim ersten Anmelden richtet jede Person gleich nach dem Passwort einen zweiten Faktor ein, mit einer Authenticator-App. Danach kann sie unter „Mein Konto“, „Sicherheit“ einen Passkey anlegen und meldet sich auf ihrem Gerät mit Fingerabdruck, Gesicht oder der PIN des Geräts an, ohne Passwort und ohne Code. Auf dem eigenen Tablet bleibt man angemeldet, bis man 30 Tage nicht da war.
Wenn etwas verloren geht
Ein Passwort für jemand anderen setzt in nexdiary niemand. Hat Ruth ihres vergessen, schickt der Betreiber ihr mit „Link zum Zurücksetzen schicken“ einen Link, mit dem sie selbst ein neues wählt. Ist das Handy mit der Authenticator-App weg, kann der Betreiber den zweiten Faktor entfernen, und Ruth richtet ihn neu ein. Ihr Tagebuch bleibt in beiden Fällen, wie es war.
Was sich je Konto einstellen lässt
Der Betreiber kann für jedes Konto einzeln festlegen, ob es die KI und Immich benutzen darf. Jede Person wählt außerdem ihre eigene Sprache, Deutsch oder Englisch, unabhängig von den anderen.
Gut zu wissenDie Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie du die Familie einlädst: Familie einladen.
Was der Betreiber sieht, und was nicht
Das erste Konto betreibt den Server. Es lädt die Familie ein und darf jede Einstellung ändern, aber es liest keine Tagebücher. In unserer Beispielfamilie ist das Jule, und ihr eigenes Tagebuch ist eines wie jedes andere.
Sieht
- die Konten mit Name, Rolle, Anmeldeart und ob ein zweiter Faktor eingerichtet ist
- ob ein Konto gesperrt ist, und offene Einladungen
- das Log des Servers, in dem nie ein Wort aus Seiten, Notizen oder Fotos steht
- wie viele Personen Immich verbunden haben und wie viele Geräte für Benachrichtigungen angemeldet sind
Sieht nicht
- Seiten, Notizen, Werte, Tags, Fotos und Entwürfe der anderen
- Zeitkapseln, die nicht an ihn gehen, nicht einmal, dass es sie gibt
- die Antworten auf die Familienfrage, solange er nicht selbst mitmacht und geantwortet hat
- Tage, die nicht mit ihm geteilt wurden
Was er tun kann
Der Betreiber kann einladen, einen Link zum Zurücksetzen schicken, ein Konto sperren, überall abmelden, den zweiten Faktor entfernen, jemanden zum Betreiber machen und ein Konto löschen. Die meisten dieser Schritte fragen noch einmal nach seinem Passwort.
Ein Konto löschen kann nur er, ein Mitglied kann sein eigenes Konto nicht selbst löschen. Gelöscht wird das Konto mit allem, was dazugehört, und es lässt sich nicht zurückholen.
Wer den Server selbst in der Hand hat, also Datenbank und Hauptschlüssel, könnte technisch hineinschauen. Davor schützt keine Software, die auf demselben Rechner liest. Was die Verschlüsselung leistet und was nicht, steht ehrlich unter Sicherheit.